KIENINGER UHRENFABRIK

 

ZEITSPRÜNGE

 

Vor einigen hundert Jahren gingen unsere Vorfahren mit den letzten Sonnenstrahlen ins Bett und standen mit dem ersten Hahnenschrei wieder auf. Sie orientierten sich am Lauf der Natur, am Wechsel der Jahreszeiten und am Gang der Sonne. Als Ende des 13. Jahrhunderts die mechanische Räder-Uhr in einem Kloster erfunden wurde, ahnten die Menschen noch nicht, wie dadurch in den folgenden Jahrhunderten ein völlig neues Zeitbewusstsein entstehen sollte.

Mit Beginn der Industrialisierung gab die Uhr das Zeitmaß vor. So wie die Räder eines Uhrwerks ineinandergreifen und den Takt in Bewegung umsetzen, so mussten sich auch die arbeitenden Menschen den Maschinen anpassen und mit der Präzision einer Uhr reibungslos funktionieren. Die Uhr kontrollierte Arbeitszeit und Arbeitsleistung. Tempo und Akkord bestimmten die tägliche Arbeit.

Heute schlägt der Zeittakt noch schneller: Wir beschleunigen, indem wir gleichzeitig mehrere Dinge erledigen. Wir telefonieren und surfen dabei durchs Internet. Von unzähligen Displays blinken uns Zeitanzeigen entgegen, die uns durch den Alltag hetzen. Zeit ist zu einer knappen und wertvollen Ressource geworden. Erscheint in dieser High-Speed-Gesellschaft eine Wand- oder Standuhr nicht wie ein überflüssiges Relikt längst vergangener Zeiten? Vielleicht gewinnen wir Zeit, indem wir innehalten und uns dem Zeitdruck der Gegenwart für eine Weile entziehen. Das gemächliche Ticken einer Wohnraumuhr schafft eine heimische Atmosphäre, die uns entspannt und wieder Zeit genießen lässt.

Durch das Zusammenspiel von wertvollen Materialien, exklusivem Design und technischer Präzision sind geschmackvolle Wohnaccessoires von bleibendem Wert entstanden. Sie verbinden anspruchsvolle Technik mit ästhetischem Genuss und lassen uns „Zeit in ihrer schönsten Form“ erleben. Ein Leitwort, das für Kieninger Uhren seit nun 100 Jahren gültig ist. Damit ist Kieninger der älteste bestehende deutsche Hersteller für mechanische Großuhren.

 

DIE GRÜNDERJAHRE

 

Die Zeit ist reif – die Gründerjahre

 

Als Joseph Kieninger am 01. Juni 1912 mit 1.400 Reichsmark Geschäftseinlagen den ersten Eintrag in sein Cassa-Buch vornahm, legte er damit den Grundstein für eine beeindruckende Firmengeschichte. Lange genug hatte er nach seiner Uhrmacherausbildung bei der Firma Tobias Bäuerle in St. Georgen gearbeitet, war sogar zum Werksleiter aufgestiegen. Der inzwischen 40jährige wollte endlich sein eigener Herr sein.

So nutzte er die Chance und gründete in Mönchweiler bei St. Georgen seine eigene Firma. Hier baute er technische Laufwerke und Zeitschaltuhren, die damals hauptsächlich für Gaslampen zur Straßenbeleuchtung gebraucht wurden. Ungelernte Arbeiter, meist Bauern aus der Umgebung, stellten Teile her, Facharbeiter montierten die Uhrwerke.

Von Beginn an setzte Joseph Kieninger auf höchste Qualität, ein Merkmal, das die Philosophie der gesamten Firmengeschichte kennzeichnet. Kein Uhrwerk verließ die Firma, bevor er es nicht persönlich geprüft hatte. Die Zuverlässigkeit und Qualität der Produkte sorgte schnell für wachsende Nachfrage. Bereits im Januar 1913 beschäftigte Kieninger 18 Arbeiter.

 

DIE ANFÄNGE

 

Die Wartezeit genutzt

 

Bald jedoch wurden die Räumlichkeiten in Mönchweiler zu klein. Eine Erweiterung war nicht möglich. So entschloss sich Joseph Kieninger mitten im Ersten Weltkrieg nach Prag zu fahren, um sich dort nach größeren Räumlichkeiten umzuschauen. Prag gehörte damals noch zur österreich-ungarischen Monarchie und war ein wichtiges Zentrum der Uhrenindustrie. Mönchweiler – Prag, der Weg führte über Aldingen. An einem Sommermorgen 1917 wartete Joseph Kieninger dort auf den Zug – vergeblich – denn der Zug nach Prag kam nicht. Entschlossen nutzte er den unfreiwilligen Aufenthalt und schaute sich in der Nähe des Bahnhofs um. Nur 200 Meter vom Bahnhof entfernt entdeckte er in der Saarstraße ein geeignetes Gebäude für sein aufstrebendes Unternehmen. Das Grundstück war groß genug für mögliche Erweiterungen und das stattliche Haus bot genügend Raum für die große Familie mit acht Kindern, die inzwischen alle im Betrieb mithalfen.

 

Auf der Höhe der Zeit – die Zwanziger Jahre

 

Statt ins ferne Prag zog die Fabrik nun um in die nur wenige Kilometer entfernte beschauliche Gemeinde zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb. Ab 1921 begann man am neuen Firmensitz Wohnraumuhren zu fertigen. Dieser Bereich sollte für Kieninger mehr und mehr an Bedeutung gewinnen. Das Geschäft florierte und 1927 mussten die Räumlichkeiten durch einen Anbau erweitert werden.

Der wirtschaftliche Erfolg ihrer Arbeit verschaffte der Familie Kieninger im Jahre 1929 das erste Auto. Stolz präsentiert sich der Firmengründer mit seinen drei Söhnen und Schwiegersohn Eugen Neps auf einem Foto mit dem neuen Opel.

 

Die Kunst der Präzision

 

Wie seine Brüder Fritz und Josef arbeitete Wilhelm Kieninger im Familienunternehmen. Josef war im kaufmännischen Bereich tätig, Fritz als Mechaniker und Wilhelm absolvierte eine Lehre als Feinmechaniker im elterlichen Betrieb. Mit seinem Meisterstück, das er 1930 in der Uhrmacherschule Schwenningen fertigte, legte er den Grundstein für die heutige H-Serie, das Spitzenprodukt des Hauses. Verfeinert und technisch ergänzt, aber im Kern unverändert, wird das hochpräzise Hausuhrwerk noch heute gebaut. Durch die Einführung dieses großen Standuhrwerks mit Westminsterschlag wurde Kieninger zum Spezialisten für Hausuhrwerke mit Viertelschlagwerken. Schon damals besaß das Werk eine automatische Schlagregulierung. Sie wurde 1931 patentiert.

Als echter Tüftler stellte sich Wilhelm Kieninger mit Leidenschaft den uhrmacherischen Herausforderungen an die handwerkliche Präzision. Er war maßgeblich daran beteiligt, dass Kieninger Uhren und Uhrwerke bis heute eine Fülle technischer Besonderheiten und uhrmacherischer Spezialitäten enthalten.

 

Dem Zug der Zeit folgen

 

Gegen Ende der Zwanziger Jahre war das ursprüngliche Wohnhaus für die wachsende Familie Kieninger zu klein geworden. So baute man 1931 auf dem Firmengelände ein repräsentatives Wohnhaus, das genug Raum für mehrere Generationen bot. Das für damalige Verhältnisse hochmoderne Gebäude mit großen Fenstern und Bad wurde im Volksmund „Villa Kieninger“ genannt.

1932 begann Kieninger, Feinmessgeräte für die Firma Carl Mahr in Esslingen zu bauen. Für die Herstellung der messtechnischen Instrumente galten weitaus anspruchsvollere Toleranzen, was auch der Präzision bei der Uhrwerkefertigung zugute kam.Eine sehr präzise Teilefertigung vereinfachte auch den Zusammenbau der Uhrwerke erheblich: Die Einzelteile mussten nicht mehr eingepasst werden und konnten jetzt auch durch angelernte Kräfte montiert werden. Der neue Produktionszweig sicherte im Zweiten Weltkrieg das Überleben der Firma. Da messtechnische Instrumente für die Rüstungsindustrie gebraucht wurden, wurde die Firma als kriegswichtiger Betrieb eingestuft.

Nach dem Tod des Vaters 1936, hatte inzwischen Wilhelm Kieninger gemeinsam mit seinen beiden Brüdern Josef und Fritz die Geschäftsführung übernommen. Auf Betreiben von Carl Mahr konnte er 1939 nach nur zwei Monaten an der Front wieder in die Firma zurückkehren.

So konnte die Produktion auch unter schwierigen Bedingungen fortgesetzt werden. 1939 arbeiteten 78 Mitarbeiter im Unternehmen, darunter 18 Frauen. Von den 60 Männern wurden 29 über die Kriegsjahre hinweg einberufen – acht von ihnen kehrten nicht wieder aus Krieg oder Gefangenschaft zurück. Kieninger versuchte den Arbeitskräftemangel durch Heimarbeit und Dienstverpflichtung von Frauen auszugleichen. Gleichzeitig erhöhte man die Arbeitszeit. Während vor dem Krieg 48 Stunden in der Woche gearbeitet wurden, erhöhte man zu Beginn des Krieges auf 54 Stunden, später sogar auf 60 Stunden.

Bis 1941 durfte die Firma noch Uhren fürs Inland produzieren und verkaufen. Und sogar bis 1943 lieferte Kieninger noch Uhren ins Ausland, vorwiegend nach Nordeuropa. Obwohl Stromengpässe und Materialbewirtschaftung die Produktion erheblich behinderten, vermerkte die Geschäftsführung in ihren Büchern stolz, dass die Firma auch im Krieg immer ihren Lieferverpflichtungen nachgekommen sei.

 

WIRTSCHAFTSWUNDER

 

Die Zeit des Wirtschaftswunders

 

In den ersten Nachkriegsjahren herrschte überall großer Mangel, nicht nur an Wohnraum, sondern auch an Nahrungsmitteln, Werkzeugen und Material. Nach der Währungsreform 1948 ging es endlich wieder aufwärts. Die Wirtschaft kam wieder in Schwung. Im Rahmen des Wiederaufbaus wurden in den 50er Jahren pro Jahr mehr als eine halbe Million neue Wohnungen gebaut. Die Menschen brauchten Möbel – und natürlich auch Wohnraumuhren.

Der erste provisorische Nachkriegskatalog wurde mit viel Improvisationstalent gestaltet. Er enthielt eingeklebte Bilder der Uhrenmodelle und war von Hand beschriftet. Eine einfache Küchenuhr wurde zum Preis von 3,50 DM angeboten. Pendeluhren kosteten zwischen 16,90 DM und 39,50 DM. Der Katalog 1952 erschien bereits mehrsprachig. Die Uhren und Uhrwerke wurden in über 50 Länder exportiert und 1960 hatte Kieninger bereits über 150 Beschäftigte.

Der Katalog zum 50jährigen Jubiläum präsentierte 1962 Küchenuhren in modischen Pastellfarben, Wohnraumuhren in modernem Design und das erste batteriebetriebene Uhrwerk. Auf der Uhrenmesse galt die Kordeluhr als absolute Messeneuheit.

Um Arbeitskräfte an das Unternehmen zu binden, ließ die Firma Anfang der 60er Jahre mehrere Häuser mit Mitarbeiterwohnungen für Betriebsangehörige bauen.

In den 60er Jahren trat die nächste Unternehmer-Generation in die Firma ein. Gottfried Kieninger, der Sohn von Josef Kieninger, übernahm 1962 die kaufmännische Leitung. Der Sohn von Wilhelm Kieninger, Gerhard Kieninger, übernahm die Konstruktion und sein Bruder Rudolf trat 1969 in die Firma ein. Nach seiner Ausbildung als Uhrmacher hatte er sechs Jahre berufliche Erfahrungen in der Schweiz gesammelt und kümmerte sich nun als Produktmanager um den Bereich Uhren.

 

TURBULENTE ZEITEN

 

Turbulente Zeiten

 

1975 war die Firma auf über 200 Mitarbeiter angewachsen. Stolz berichtet Gottfried Kieninger auf der Betriebsversammlung über ein überaus erfolgreiches Geschäftsjahr 1974. Doch 1975 zeichnete sich eine Trendwende in der allgemeinen Wirtschaftslage ab. Zum ersten Mal seit Beginn des Wirtschaftswunders in den 50er Jahren stieg die Zahl der Arbeitslosen über die magische Marke von 1 Million. Die Bundesrepublik erlebte die schwerste Wirtschaftskrise ihrer bisherigen Geschichte. Die Ära der Vollbeschäftigung ging zu Ende. Wegen der weltweiten Wirtschaftsflaute musste Kieninger die Produktion von Messgeräten reduzieren. Man versuchte die freigewordenen Arbeitskapazitäten im Uhrensektor einzusetzen und ahnte damals noch nicht, welches Schicksal die Uhrenindustrie heimsuchen würde.

Nach wie vor konzentrierte sich Kieninger auf die Weiterentwicklung der mechanischen Uhrwerke. Man tüftelte an der Verbesserung der Ganggenauigkeit und einer Erhöhung der Gangreserve. Doch eine möglichst präzise Zeitmessung erforderte aufwendige Feintechnik mit hochwertigen Materialien und war entsprechend teuer. Als in den 1970er Jahren die neuen Quarzuhren eingeführt wurden, war Zeitgenauigkeit plötzlich billig zu haben.

Schlagartig war Uhrmacherkunst für die Genauigkeit eines Zeitmessers nicht mehr relevant und mechanische Uhrwerke out. Das Gros der Schwarzwälder Uhrenbetriebe versuchte sich dem Trend anzupassen und stellte die Produktion auf Quarz um. Doch als 1975 Billigprodukte aus Fernost den Markt überschwemmten, mussten viele Uhrenunternehmen Konkurs anmelden. Heute existieren nur noch wenige Uhrenfirmen und Manufakturen, die mechanische Großuhrwerke herstellen.

Kieninger überstand das Krisenjahr 1976 relativ gut, indem die Firma nun auch elektronische Feinmessgeräte für die Firma Feinprüf in Göttingen produzierte.

Parallel dazu hielt das Unternehmen trotz aller Turbulenzen am ursprünglichen Konzept fest und fertigte weiter technisch anspruchsvolle, hochwertige mechanische Uhrwerke und Uhren. Die Neuvorstellung 1975 des HT-Kaliber Kettenzugwerks mit Westminsterschlag auf Tonröhren war ein sichtbares Ergebnis.

 

NEUE ZEITEN

 

Neue Zeiten

 

Kieninger wagte einen mutigen Schritt: In den alten verwinkelten Gebäuden der Firma war ein rationeller Fertigungsfluss nicht mehr möglich. So entschloss man sich 1988, ein neues Gebäude im Aldinger Industriegebiet zu bauen

Nach einem Jahr Planung und einem weiteren Jahr Bauzeit konnte man 1990 in das neue Gebäude umziehen und dort ebenerdig auf 5.500 qm fertigen. Der Neubau und massive Investitionen in Rationalisierungsmaßnahmen überstiegen jedoch die Kräfte des Unternehmens. Um Schlimmeres zu vermeiden, beteiligte sich 1991 die Firma Mahr, mit der man seit über 60 Jahren in der Messtechnik zusammenarbeitet hatte, mehrheitlich am Unternehmen. Stephan Gais, ein Mahr-Familienmitglied, übernahm die Geschäftsführung.

Im Zuge einer Neuordnung ihrer Aktivitäten verkaufte Mahr jedoch bereits Ende 1993 die Firma weiter an die amerikanische Firma Howard Miller. Das in Familienbesitz befindliche Unternehmen aus Zeeland, Michigan, ist der größte Großuhrenhersteller der Welt und hat einen sehr hohen Eigenbedarf an Uhrwerken. 1994 wurde Michael Schütz Geschäftsführer.

Der Eignerwechsel brachte einen Abschied auf Raten vom Messtechnikgeschäft, das sich über die Jahre als so hilfreich für Kieninger erwiesen hatte. Gleichzeitig erfolgte eine erneute Fokussierung auf das Uhrwerkegeschäft und damit wieder Stabilität und Wachstum für Kieninger.

In den Folgejahren sorgte die Entwicklung zahlreicher, neuer Werkekaliber und Investitionen in neue Produktionsanlagen im Jahr 2002 für einen historischen Höchststand der Werkeproduktion. Gleichzeitig bekam Kieninger mediale Aufmerksamkeit in der Fachpresse für viele der innovativen Uhrenneuvorstellungen.

Im Dezember 1996 präsentierte das Uhrenmagazin seinen Lesern auf 16 Seiten die Kieninger Uhrenfabrik GmbH.

Das Erfolgsmodell 1246 kam im Juni 1999 auf den Titel der Fachzeitschrift Uhren-Juwelen-Schmuck.

 

Modell 2560, 92 × 33 × 20cm

 

1996 stellte Kieninger auf der BaselWorld in einer auf 500 Stück limitierten Auflage ihr erstes Uhrenmodell mit Kalenderzifferblatt vor: Ein unverwechselbarer Seilzugregulator und ein ganz besonders wertvolles Stück echter, alter Uhrmacherkunst für Uhrenliebhaber. Das hochwertige Gehäuse in schwarzem Schleiflack ist mit einer Wurzelholzrückwand und einer als Tür ausgeführten, gebogenen und facettierten Glasscheibe versehen. Das versilberte Mondphasenzifferblatt mit Datum, Wochentag und Monatsanzeige ist von einem vergoldeten Frontreif umgeben. Die einzelnen Funktionen können einfach über die handgefrästen gebläuten Zeiger eingestellt werden. Hochwertiges Kompensationspendel mit Feinregulierung, gefräste, polierte 5-speichige Seilrolle und polierte Wandabstandsschrauben aus massivem Messing. Kaliber RWS SeilFederzugwerk mit Westminsterschlagwerk.

Im Januar 1997 präsentierte die Zeitschrift FZ – Der Fachanzeiger – zum 85jährigen Jubiläum der Kieninger Uhrenfabrik eine einzigartige neue Standuhr auf der Titelseite.

Bei diesem auf 250 Stück limitierten Modell 0111 handelt es sich um ein ganz besonders wertvolles Stück alter Uhrmacherkunst und feinster Schreinerarbeit. Als Uhrwerk kam das neu entwickelte Kaliber RS Seilzugwerk mit Westminsterschlagwerk zum Einsatz. Das klassisch elegante, hochwertige Kirschbaumgehäuse ist mit schwarz eingefassten Wurzelholzeinlagen versehen. Die halbrunde Tür mit facettierter und gebogener Frontscheibe ist oben und unten mit einem schwarzen Schleiflackprofil abgesetzt. Ein hochwertiges Sekunden-Kompensationspendel mit Feinregulierung, Zifferblatt mit Mondphase, Sekundenanzeige und Datumsanzeige und handgefräste gebläute Breguet-Zeiger runden die Ausstattung ab.

 

Die besondere Kreation zum 90-jährigen Jubiläum des Hauses Kieninger: Schlanke, elegante Uhren in Ebenholz mit filigran gearbeitetem, verglasten Kopfteil. Alle Uhren mit versilbertem Kalendariumszifferblatt mit Rauten-Ätzdekor, aufgelegten diamantgedrehten Skalenringen, Mondphasen-, Sekunden-, Datums-, Wochentags- und Monatsanzeige, gebläuten Stahlzeigern und einfachster Einstellung der einzelnen Funktionen. Die Fertigungszahl war dem Jubiläum entsprechend auf lediglich 90 Stück limitiert. In der “90er”-Serie gab es drei Uhren:

- Eine Standuhr mit hochwertigem Kompensationspendel mit Feinregulierung. RS-Kaliber Seilzugwerk mit Westminsterschlagwerk – Eine Tischuhr mit kleinem Schlüsselschubfach im Sockel. J-Kaliber Federzugwerk mit 3-Melodien-Schlagwerk – Einen Regulator mit hochwertigem Kompensationspendel. PS-Kaliber Seilzugwerk mit Halbstundenschlagwerk.

 

Zeit in ihrer schönsten Form

 

Heute fragen vor allem ausländische Märkte nach hochwertigen mechanischen Uhren. In Asien gelten Stand- oder Wanduhren als Statussymbol. Großuhren sind wieder im Kommen, auch wenn der ursprünglich praktische Nutzen von Tisch-, Wand- oder Standuhren in den Hintergrund getreten ist. Dafür hat ihre dekorative Bedeutung in den letzten Jahren enorm zugenommen.

Als attraktive hochwertige Einrichtungsgegenstände schmücken sie die Wohnung. Was heute fasziniert, ist die Ästhetik der uhrmacherischen Mechanik – und als tragendes Element im Design präsentiert sie sich gut sichtbar. Was würde auch sonst – abgesehen vom Preis – ein mechanisches Uhrwerk von einem Quarzwerk unterscheiden, wenn alles im Uhrgehäuse verborgen bliebe. Der Uhrenfreund möchte heute tief in den Mikrokosmos ineinandergreifender Zahnräder schauen und sich an der Verbindung von Technik und Ästhetik erfreuen.

 

Zum 100jährigen Jubiläum…

 

…bietet Kieninger die ganze Bandbreite seiner Uhrentechnik und ein stilistisches Spektrum von klassischem bis zu modernem Design in einer weltweit einzigartigen Kollektion an Stand-, Wand- und Tischuhren. Besondere ästhetische und technische Highlights sind dabei die beiden speziellen Jubiläumsmodelle: der als Monatsläufer konzipierte Präzisions-Sekundenpendel-Regulator 2580-96-01 und die designbetonte Tischuhr mit Sekunden-Tourbillon 1266-95-04. Diese uhrmacherischen Spitzenleistungen in der Kieninger-Kollektion versinnbildlichen die immer präsente Firmenphilosophie des Unternehmens: Die Verbindung von exklusivem Design mit anspruchsvoller Mechanik. Höchstwertige Uhrwerke aus eigener Herstellung mit einer Vielfalt an technischen Raffinessen und Komplikationen erfüllen höchste Ansprüche. In Verbindung mit allerfeinsten Uhrengehäusen entstehen Kunstobjekte mit Funktion – attraktive Blickfänge für jeden Wohnraum.

100 Jahre Meisterstücke deutscher Uhrmacherkunst spornen dazu an, das über Jahrzehnte gesammelte fundierte Wissen mit Leidenschaft und Kreativität auch in Zukunft zu nutzen und weiterhin „Zeit in ihrer schönsten Form“ zu präsentieren.